Silk Way Rally: Vier MINI ALL4 Racing in den Top 5!

• Al-Rajhi/Gottschalk schnellste MINI ALL4 Racing-Crew
• Alle fünf MINI ALL4 Racing in den Top 10


Mit dem zweiten Tagessieg für Yazeed Al-Rajhi (KSA) und seinem deutschen Co-Piloten Timo Gottschalk endet heute die Silk Way Rally 2016 im chinesischen Hohhot. Morgen fahren die Teilnehmer im Konvoi zum Zielpodium in Peking. Al-Rajhi sicherte sich nach 14 Etappen und über 10.000 Kilometern den zweiten Platz hinter Cyril Despres im Peugeot. Hinter dem Saudi reihen sich gleich drei weitere MINI ALL4 Racing in den Top 5 ein: die beiden Russen Vladimir Vasilyev und Konstantin Zhiltsov aus dem Team VRT belegen Rang drei gefolgt von Harry Hunt (GBR) / Andreas Schulz (GER) und Aidyn Rakhimbayev (KAZ) /Anton Nikolayev (RUS). Der fünfte MINI ALL4 Racing mit Bauyrzhan Issabayev (KAZ) und Vladimir Demanyenko (RUS) beendete die Rallye auf Gesamtplatz zehn.

Die Silk Way Rally gehört neben der Dakar zu den längsten Veranstaltungen der Saison. Insgesamt standen 14 Wertungsprüfungen auf dem Programm. Allerdings mussten zwei davon wetterbedingt abgesagt werden: Die zweite Etappe von Kasan nach Ufa wegen den Folgen heftiger Regenfälle und die elfte Etappe von Dunhuang nach Jiayuguan als ein Sandsturm durch die Region zog.

Die Tage in Russland und Kasachstan waren vor allem durch die langen Fahrzeiten geprägt. Nicht nur für den Service, auch die Renncrews legten lange Verbindungsetappen auf der Straße zurück. In China blieb es zwar bei längeren Wertungsprüfungen, dafür verkürzte sich aber die Gesamtfahrzeit. Die drei Länder boten den Teilnehmern die unterschiedlichsten Stecken- und Witterungsbedingungen. Von normalem festen Untergrund bis hin zu Sand und Dünen und von Regen bis Sonne mit Temperaturen von über 40 Grad.

Al-Rajhi ist mit seinem zweiten Rang zufrieden: „Wir haben viel gelernt und Erfahrungen gesammelt. Der MINI war sehr gut und auch wir haben eine gute Leistung gezeigt“, erzählt der Saudi, der zwei Etappen für sich entscheiden konnte. „Es war eine harte Rallye und einige Wertungsprüfungen waren extrem anstrengend. Die Silk Way ist vergleichbar mit einer Dakar und es war ein Abenteuer von Moskau nach Peking zu fahren.“

Eine sehr konstante Leistung lieferten Vasilyev und Zhiltsov. Die beiden Russen beendeten jeden Tag in den Top sechs. „Es war eine gute Rallye und ein guter Kampf. Leider wurde die eine Wertungsprüfung zu Beginn abgesagt. Ich denke, die Strecke wäre uns und dem MINI entgegengekommen“, so Vasilyev. „In China hatten die Buggys einen Vorteil. Wir haben hier viel gelernt, da wir oft Konkurrenten auf der Strecke überholt haben und dann als erstes Fahrzeug die Strecke eröffnet haben.“

Ein tollen Fight lieferte Hunt, der sich nach einem hohen Zeitverlust zu Beginn der Rallye, als er in einem Schlammloch 30 Minuten einbüßte, wieder nach vorne arbeitete. „Ich bin sehr glücklich. Ich hätte nie damit gerechnet, dass wir uns noch den vierten Rang holen“, strahlt der junge Brite. „Die Silk Way war härter als ich gedacht hätte – persönlich gesprochen, fand ich sie härter als die Dakar. Die Prüfungen und Verbindungsetappen waren länger und es war oft sehr hart. In China hat die Rallye nochmal einen Sprung nach oben gemacht: die Prüfungen wurden härter, die Temperaturen höher und die Landschaft schöner.“

Nach über einem Jahr Pause zeigte auch Rakhimbayev eine starke Performance: „Ich bin happy und zufrieden“, freut sich der Kasache in Hohhot. „Die Silk Way hat mir gut gefallen und war interessant. Mir haben besonders die langen Prüfungen gefallen. Längen unter zwei, drei Stunden sind nichts für mich!“ Für seinen Co-Piloten Nikolaev war es bereits die vierte Silk Way Rally. „Zum ersten Mal konnte ich sie auch beenden“, strahlte der Russe.

Das Glück war Issabayev am letzten Tag leider nicht hold: Durch ein technisches Problem verlor er viel Zeit und rutschte von Gesamtrang sieben auf zehn zurück. „Ein Platz in den Top 10 ist in Ordnung, trotzdem ist es Schade, dass wir nicht besser abgeschnitten haben“, so der Kasache. „Für mich war es ein harte Rally. Man kann schon sagen, dass sie härter als die vergangene Dakar war.“

Die Rennfahrzeuge müssen nach einem 90-minütigem Service in den Park fermé. Morgen steht die Fahrt nach Peking auf dem Programm. Für die Rennfahrzeuge eine reine Verbindungsetappe zum Podium an dem, durch Olympia berühmten, Vogelnest. Um den kompletten Rallyetross pünktlich in die chinesische Hauptstadt zu bringen, fahren morgen früh um vier Uhr alle Fahrzeuge – Rennwagen, Serviceautos und –trucks – im Konvoi nach Peking. In den folgenden Wochen bringen dann X-raid Teammitglieder alle Team Fahrzeuge zurück nach Trebur. Auch dies geschieht im Konvoi zusammen mit anderen europäischen Teilnehmern. Nach rund 21 Tagen stehen dann die drei Servicetrucks, drei Begleitfahrzeuge und vier MINI ALL4 Racing wieder bei X-raid.

Ergebnis Etappe 14:
1. Y. Al Rajhi (KSA) / T. Gottschalk (GER) MINI ALL4 Racing - 3h 44m 01s

2. S. Loeb (FRA) / D. Elena (MCO) Peugeot - 3h 46m 43s
3. H. Hunt (GBR) / A. Schulz (GER) MINI ALL4 Racing - 3h 47m 22s
4. V. Vasilyev (RUS) / K. Zhiltsov (RUS) MINI ALL4 Racing - 3h 47m 32s

5. C. Koolen (NED) / P. Larroque (FRA) Optimus - 3h 48m 16s
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7. A. Rakhimbayev (KAZ) / A. Nikolaev (RUS) MINI ALL4 Racing - 3h 52m 15s
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26. B. Issabayev (KAZ) / V. Demyanenko (RUS) MINI ALL4 Racing - 4h 59m 23s

Gesamtwertung nach Etappe 14:

1. C. Despres (AND) / D. Castera (AND) Peugeot - 36h 15m 18s
2. Y. Al Rajhi (KSA) / T. Gottschalk (GER) MINI ALL4 Racing - 36h 41m 09s
3. V. Vasilyev (RUS) / K. Zhiltsov (RUS) MINI ALL4 Racing - 37h 05m 04s
4. H. Hunt (GBR) / A. Schulz (GER) MINI ALL4 Racing - 38h 10m 05s
5. A. Rakhimbayev (KAZ) / A. Nikolaev (RUS) MINI ALL4 Racing - 38h 28m 03s
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10. B. Issabayev (KAZ) / V. Demyanenko (RUS) MINI ALL4 Racing - 41h 23m 27s


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