Baja España Aragón: Erfolgreiches Wochenende für X-raid

Baja España Aragón: Erfolgreiches Wochenende für X-raid

14.09.2026

  • Rang fünf für Baud Familie im World Baja Cup
  • De Mévius und Baumel setzen Ausrufezeichen mit einer Bestzeit – Überschlag kostet X-raid den Sieg
  • Schmidt überzeugt bei seinem erst zweiten Rally-Raid-Einsatz

Es war der zweite Versuch der Baja España Aragón nachdem das Event wegen extremer Waldbrandgefahr im Juli verschoben werden musste. Die Baja ist sowohl Teil des FIA World Baja Cup als auch des FIA European Baja Cup. Lionel und Lucie Baud sicherten sich im MINI JCW Rally 3.0d den fünften Platz der World Cup-Wertung – bei den Ultimate-Fahrzeugen erreichten sie sogar Rang vier. In der Wertung für den European Cup schafften zwei X-raid Fahrzeuge den Sprung in die Top 10: Maria Gameiro und Rosa Romero erreichten im MINI JCW Rally 3.0d Platz acht, vor ihren Teamkollegen im MINI JCW Rally 3.0i Guillaume de Mévius und Mathieu Baumel. José Luis Garcia und Manuel Navarro verpassten im MINI JCW Rally 3.0i mit Platz elf knapp die Top 10. Paul Schmidt und Jeannette Kvick belegten im X-raid Fenic den elften Platz der Challenger-Wertung der Baja España Aragón. Für Schmidt war es erst die zweite Rally-Raid-Veranstaltung überhaupt.

Das Vater-Tochter-Gespann Lionel und Lucie Baud war erneut sehr konstant unterwegs. Somit sichern sie sich die Punkte für Rang fünf im FIA World Baja Cup. Für ihre Teamkolleginnen Maria Gameiro und Rosa Romero lief es nicht ganz rund. So mussten sie auf der zweiten Wertungsprüfung 100 km im Staub eines Konkurrenten absolvieren. Dieser hatte das Sentinel nicht gehört und die Sicht war zu gering, um sicher überholen zu können. Der zweite Tag verlief wesentlich besser und so beendeten sie die Baja auf Platz acht der European Cup-Wertung.

Richtiges Pech hatten Guillaume de Mévius und Mathieu Baumel. Das Duo im MINI JCW Rally 3.0i hatte durchaus Chancen auf den Gesamtsieg. Auf der ersten Wertungsprüfung erwischte der Belgier in Führung liegend eine langsame Kurve nicht richtig, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Das Warten auf Hilfe und die anschließende Reparatur kosteten viel Zeit. Was ohne den Unfall möglich gewesen wäre, bewies er an Tag zwei: auf der dritten Prüfung durfte er über die schnellste Zeit jubeln.

De Mévius hatte etwas von seinem Pech weitergereicht: José Luis Garcia überschlug sich auf der ersten Prüfung in derselben Kurve wie der Belgier. Doch auch Garcia konnte die Baja fortsetzen und verpasste am Ende nur knapp die Top 10 der European Cup-Wertung.

Paul Schmidt und Jeannette Kvick konnten sehr zufrieden aus Spanien abreisen. Das Duo absolvierte alle Wertungsprüfungen ohne Probleme und sicherte sich den elften Platz in der Challenger-Wertung. Auch der X-raid Fenic überzeugte über die gesamte Distanz mit hoher Zuverlässigkeit und lief während der anspruchsvollen Prüfungen ohne technische Schwierigkeiten. So konnten sich Schmidt und Kvick vollständig auf ihre Fahrt konzentrieren, wertvolle Kilometer sammeln und ihr Vertrauen in das Fahrzeug kontinuierlich steigern. Für Schmidt war es nach seinem Einsatz bei der Italian Baja erst die zweite Veranstaltung im X-raid Fenic – und zugleich erst sein zweiter Rally-Raid-Einsatz überhaupt. Umso erfreulicher waren die konstante Leistung und die erfolgreiche Zielankunft in Spanien.

Die nächste Veranstaltung findet bereits kommendes Wochenende statt. Dann reist X-raid weiter nach Portugal zur Baja Sharish.

Statements

Lionel Baud (MINI JCW Rally 3.0d): “Wir sind wirklich froh, dass das Rennen nach der Verschiebung vom Juli nun doch stattfinden konnte. Ein großes Dankeschön an die Organisatoren, die das möglich gemacht haben, und natürlich ein vielen Dank an das gesamte Team, das unser Auto so gut vorbereitet hat. Wir hatten auf den Wertungsprüfungen und während des gesamten Wochenendes sehr viel Spaß. Uns hat regelmentbedingt ein wenig Leistung gefehlt, um die maximale Punktzahl zu holen und unsere Position im Kampf um einen Podiumsplatz im World Cup weiter zu stärken. Aber zwei Rennen stehen noch aus – es ist also weiterhin alles möglich!”

Maria Gameiro (MINI JCW Rally 3.0d): „Ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, was ich sagen soll. Die Situation war so, dass wir gestern zwei schwierige Prüfungen hatten. Auf der ersten Prüfung hatten wir Probleme und haben viel Zeit verloren. Am Nachmittag sind wir dann von weit hinten gestartet, und unser Sentinel hat nicht funktioniert. Dadurch mussten wir rund 100 Kilometer im Staub fahren. Das war für uns wirklich eine schwierige Situation. Am Sonntag sind wir dann von hinten gestartet, und es lief deutlich besser. Es hat Spaß gemacht. Das Auto lief gut und das Sentinel hat funktioniert. Natürlich standen wir vor der Herausforderung, viele Fahrzeuge zu überholen. Abgesehen davon lief es ziemlich gut. Deshalb fällt die Bilanz am Ende positiv aus: Wir haben das Ziel erreicht und einige Punkte für den European Baja Cup gesammelt. Das Team, mein Fahrzeugchef und die Mechaniker – sie sind alle großartig. Sie haben einen tollen Job gemacht.“

Guillaume de Mévius (MINI JCW Rally 3.0i): „Bezüglich des Ergebnisses war die Baja Aragón sicherlich nicht das beste Event für uns. Auf der ersten Prüfung ist mir ein Fehler unterlaufen und wir haben uns überschlagen. Das war nicht der beste Start. Immerhin lagen wir zu dem Zeitpunkt in Führung. Auf der zweiten Prüfung hatten wir einen Platten. So war es toll, dass wir heute einen problemlosen Tag hatten. Insgesamt habe ich es sehr genossen. Es war seit der Dakar meine erste Rallye zusammen mit Mathieu. Zudem konnten wir beweisen, dass wir auf einem guten Niveau sind und dass wir und das Team einen guten Job gemacht haben.“

José Luis Garcia (MINI JCW Rally 3.0i): „Ich bin sehr zufrieden, mit X-raid am Start gewesen zu sein. Von Anfang an hatten wir das Gefühl, mit einem äußerst professionellen Team zusammenzuarbeiten. Leider haben wir im Prolog einen Fehler gemacht, der unser gesamtes Rennen beeinträchtigt hat, da wir dadurch weit hinten in der Startreihenfolge beginnen mussten. Wir hatten mit viel Staub zu kämpfen, mussten einige zusätzliche Risiken eingehen und die Bremsen stärker beanspruchen, als uns lieb war. Gestern hatten wir außerdem Pech und überschlugen uns nur einen Kilometer vor dem Ende der Prüfung.

Das X-raid Team hat einen fantastischen Job gemacht und das Auto wieder in einen perfekten Zustand versetzt. Heute standen wir jedoch erneut vor derselben Herausforderung: Von weit hinten mit einem schnellen Auto zu starten, bedeutete, viele Konkurrenten einzuholen und zu überholen. Das kostet Zeit und macht es sehr schwierig, das tatsächliche Tempo zu halten.

Trotzdem sind wir vor allem hierhergekommen, um das Auto zu testen, sein Potenzial zu verstehen und herauszufinden, was wir damit erreichen können. Heute konnten wir immer dann, wenn die Strecke vor uns frei war, einige sehr ermutigende Zwischenzeiten setzen und ein wirklich gutes Tempo zeigen. Das gibt uns viel Zuversicht im Hinblick darauf, was mit diesem Auto möglich ist. Ein großes Dankeschön an alle bei X-raid für ihre Professionalität, ihre Freundlichkeit und vor allem für ihren ständigen Willen, das Auto weiterzuentwickeln und uns dabei zu helfen, unsere bestmögliche Leistung abzurufen. Wir haben es sehr genossen, Teil des Teams zu sein.”

Paul Schmidt (X-raid Fenic): „Nach zwei Monaten unfreiwilliger Wettkampfpause – bedingt durch die Absagen der Bajas in Aragón und Ungarn – kehrten wir mit der Baja Aragón auf die Piste zurück. Der Prolog verlief trotz kleinerer Fehler vielversprechend mit einem Top-10-Ergebnis in der Challenger Klasse. In den ersten beiden Stages entschieden wir uns für eine bewusst konservative Herangehensweise, die in Kombination mit einigen Zeitstrafen dazu führte, dass wir uns am Ende des Feldes wiederfanden. Stage drei schlossen wir auf Platz elf ab – unter anspruchsvollen Bedingungen mit dichtem Verkehr und eingeschränkter Sicht durch Staub. Das wichtigste Ergebnis dieses Wochenendes: die erfolgreiche Zielankunft unserer ersten Baja. Jeannette und ich gewinnen zunehmend an Sicherheit in der Navigation und der Kommunikation. Gleichzeitig wächst das Vertrauen in den X-raid Fenic – den wir wohlbehalten ins Ziel gebracht haben.”

Gesamtwertung

1. J. Ferreira / F. Palmeiro – Toyota – 6h 24m 18s
2. L. Portela / C. Mendes – Toyota – 6h 28m 12s
3. S. Variawa / C. Moore – Toyota – 6h 29m 49s
4. C. Gutierrez / M. Sola – Santana – 6h 30m 43s
5. F. Barreto / P. Fiuza – Toyota – 6h 33m 46s

12. L. Baud / L. Baud – MINI JCW Rally 3.0d – 6h 40m 21s

26. M. Gameiro / R. Romero – MINI JCW Rally 3.0d – 7h 06m 20s

29. G. de Mévius / M. Baumel – MINI JCW Rally 3.0i – 7h 10m 00s

32. J. Garcia / M. Navarro – MINI JCW Rally 3.0i – 7h 15m 45s

36. P. Schmidt / J. Kvick – X-raid Fenic – 7h 28m 33s

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