Dakar 2024 // Ruhetag: Erholung von den Abenteuern

Dakar 2024 // Ruhetag: Erholung von den Abenteuern

13.01.2024

  • Harte erste Dakar-Woche
  • Fokus auf Tagesergebnisse

Nach einer anstrengenden ersten Woche absolviert das X-raid Team heute den Ruhetag im Rahmen der Dakar 2024. Hinter den Mechanikern und Crews liegen harte Tage und viele Kilometer. David Castera, Direktor der Rallye Dakar, hatte versprochen, dass dies die härteste Ausgabe seit dem Wechsel nach Saudi-Arabien sein wird. Die erste Woche der Dakar hat diese Aussage eindeutig untermauert. Das Terrain hat Mensch und Maschine zugesetzt. Leider kann das X-raid Team nicht die Ergebnisse präsentieren, die möglich gewesen wären. Durch verschiedene Zwischenfälle ist ein Kampf um die Toppositionen in der Gesamtwertung nicht mehr möglich. Deswegen konzentrieren sich das X-raid Team und die Crews auf starke Tagesergebnisse.

Umso mehr kommt es heute darauf an, dass die Fahrer den Tag nutzen, um sich zu erholen. Ausschlafen, ein paar Pressetermine und zusammen mit dem Team die zweite Dakar-Hälfte vorbereiten. Die Mechaniker hingegen können sich nicht ausruhen. Die Fahrzeuge werden fast komplett auseinander genommen, kontrolliert und repariert, und wieder zusammengebaut.

Vaidotas Zala und Paulo Fiuza hatten im MINI JCW Rally Plus lange einen Platz in den Top 10 inne. Der Litauer konnte sich in der Gesamtwertung immer weiter nach vorne arbeiten. Doch auf der 48h chrono Etappe wurde das Fahrzeug bei einem Einschlag in einer Düne so stark beschädigt, dass er die Prüfung vorzeitig abbrechen musste.

Die beiden Polen Krzysztof Holowczyc und Lukasz Kurzeja waren von Beginn an vom Pech verfolgt. Am zweiten Tag mussten sie einem Motorradfahrer ausweichen, um eine Kollision zu verhindern. Dabei krachten sie mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Stein. An dieser Stelle verloren sich auch die Chancen auf eine Toppposition. Trotzdem kam es für beide nicht in Frage aufzuhören. Erstens hatten Holowczyc und Kurzeja zu viel Arbeit in die Vorbereitungen gesteckt und zweitens bringt jeder Kilometer Geld für eine polnische Wohltätigkeitsorganisation. „Mein Sponsor BIO-GEN wird für jeden gefahrenen Kilometer der Wertungsprüfung 10 PLN an „The Great Orchestra of Christmas Charity Foundation“ spenden“, erzählt Holowczyc. Das Ziel der Organisation ist unter anderem die Unterstützung des öffentlichen Gesundheitswesens in Polen durch den Kauf modernster Ausrüstung für polnische Krankenhäuser und Kliniken. Mehr Infos: https://en.wosp.org.pl/fundacja

Auch für die drei X-raid 1000R Turbo Side-by-Side war es eine harte Rallye bisher. Wegen technischer Probleme zu Beginn der Rallye konzentrierte sich das X-raid Yamaha supported Team auf Tagesergebnisse. Besonders Ignacio Casale und Alvaro Leon platzierten sich regelmäßig in den Top 10. Allerdings haben sich die beiden dazu entschlossen, an der zweiten Woche der Dakar nicht mehr teilnehmen.

Morgen geht es für den Dakar-Tross von Riad nach Al Duwadimi. Es wird wieder ein langer Tag: 874 Kilometer insgesamt, davon 484 km gegen die Uhr. Neben einem kurzen Ausflug in die Dünen stehen hauptsächlich Schotterstraßen auf dem Programm.

Stimmen der Fahrer

Vaidotas Zala (#214 MINI JCW Rally Plus):
„Die erste Hälfte der Dakar verlief fast nach Plan. Leider ging die 48h chrono Etappe daneben. Dort hatten wir einen unglücklichen Moment, der in einem Problem mit der Aufhängung geendet ist. Deswegen konnten wir die Prüfung nicht beenden. Das war echt Schade. Aber das Ziel für die zweite Woche ist klar: mit wettbewerbsfähigem Speed unterwegs sein und die Dakar so zu beenden, wie wir sie begonnen haben. Der MINI sieht wieder gut aus. Paulo und ich freuen uns, dass wir weiterfahren können.“

Krzysztof Holowczyc (#217 MINI JCW Rally Plus):
„Es waren sehr lange 48 Stunden, mehr als 500 Wertungskilometer. Nach dem Sprung über eine Düne landeten wir auf dem Auto von Kris Meek. Später haben wir uns mehrmals festgefahren und den vorgesehenen Übernachtungsplatz nicht erreicht, weil die Kupplung kaputtgegangen war. Wir standen mitten im Nirgendwo! Wir brachten eine Lampe auf dem Dach an – nur damit uns nachts keiner überfährt. Am frühen Freitagmorgen sollte ein Servicewagen mit Hilfe zu uns kommen. Gegen Mitternacht ein riesiger Schlag, Sand und Wind… ein Hubschrauber kam zu uns – der Verpflegung brachte. Leider gingen durch den Abwurf aus großer Höhe alle Lebensmittel und das Wasser kaputt. Einige Flaschen überlebten, so dass wir wenigstens etwas zu trinken hatten. Drei Pakete mit Erdnüssen haben es ebenfalls geschafft. Der Geschmack von Wüstensandcrackern wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Zum Glück hat uns am nächsten Tag ein Hubschrauber abgeholt. Das Team hat sich um den MINI gekümmert. Dies ist wirklich die härteste Dakar, an der ich je teilgenommen habe. Heute absolvieren wir den Ruhetag und werden am Sonntag mit neuer Energie zurückkommen!“

Annett Quandt (#321 X-raid 1000R Turbo):
„Das ist eine der härtesten Dakars, die ich bisher gefahren bin. Die Prüfungen sind wunderschön Wir hatten ein paar Probleme – mal kleiner, mal größer – die wir lösen mussten. Und zum Glück auch konnten. So schafften wir es jede Prüfung zu beenden und weiterhin im Rennen zu sein. Besonders hart war die 48h chrono Etappe. An zwei Tagen mussten über 600 Kilometer durch Dünen absolviert werden. Mit Übernachtung mitten in der Wüste. Zum Glück liebe ich es Dünen zu fahren. Die Mechaniker bereiten jetzt alles für die zweite Woche vor. Auch wir versuchen uns jetzt auszuruhen, um fit für die kommenden Tage zu sein.“

Pál Lónyai (#334 X-raid 1000R Turbo):
„Zunächst einmal ist es eines der größten Abenteuer meines Lebens, hier mit diesem großartigen Team zu sein. Das Team ist  professionell und hilfsbereit! Am Anfang hatten wir einige technische Probleme. Später war alles gut und wir haben viele Positionen gutgemacht. Doch dann kam die 48h chrono-Etappe. Wir haben die ersten 200 der 600 Kilometer geschafft. Doch dann bekam ich plötzlich Probleme mit meiner Sicht und ich konnte mich nicht mehr richtig konzentrieren. Wahrscheinlich die Dünenkrankheit! Dann habe ich mich auch noch am Nacken verletzt. Deswegen habe ich mich entschieden, die Etappe nicht fortzusetzen. Das Risiko wäre zu hoch gewesen. Ich will die Dakar beenden. Morgen geht es weiter.“

Gesamtwertung (Ultimate-Wertung)
1. C. Sainz / L. Cruz – Audi – 24h 59m 32s
2. M. Ekström / E. Bergkvist – Audi – 25h 19m 53s
3. S. Loeb / F. Lurquin – Prodrive – 25h 29m 03s
4. L. Moraes / A. Monleon – Toyota – 26h 03m 32s
5. G. de Mevius / X. Panseri – Toyota – 26h 09m 19s

48. V. Zala / P. Fiuza – MINI JCW Rally Plus – 79h 31m 11s

58. K. Holowczyc / L. Kurzeja – MINI JCW Rally Plus – 111h 36m 25s

Gesamtwertung (Challenger-Wertung)
1. E. Goczal / O. Mena – Taurus – 26h 52m 02s
2. M. Guthrie / K. Walch – Taurus – 27h 54m 20s
3. C. Gutierrez / P. Moreno – Taurus – 28h 18m 36s
4. F. Lopez / J. Latrach – Can-Am – 28h 18m 54s
5. A. Jones / G. Gugelmin – Can-Am – 28h 42m 14s

23. A. Quandt / A. Seel – X-raid 1000R Turbo – 42h 41m 24s

26. I. Casale / A. Leon – X-raid 1000R Turbo – 61h 47m 59s

28. P. Lonyai / F. Ippolito – X-raid 1000R Turbo – 118h 00m 07s

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