Rallye du Maroc: Starke Performance bleibt unbelohnt
04.10.2026
- De Mévius auf klarem Top 10-Kurs gestoppt
- Sebastian Halpern wird 45.
Guillaume de Mévius und Mathieu Baumel waren im MINI JCW Rally 3.0i bei der Rallye du Maroc von Beginn an sehr gut unterwegs. Die beiden waren von Tag zu Tag schneller unterwegs und arbeiteten sich in der Gesamtwertung immer weiter nach vorne. Auf der extrem schwierigen dritten Etappe, die viele Konkurrenten zur Verzweiflung brachte, erreichten sie einen sensationellen vierten Platz. So starteten sie auf Gesamtrang sieben liegend in die letzte Wertungsprüfung. Doch ausgerechnet am letzten Tag schlug das Pech zu. Wegen eines technischen Defekts mussten De Mévius und Baumel die Strecke verlassen und frühzeitig ins Biwak zurückkehren. Die darauffolgende Zeitstrafe ließ die beiden in der Gesamtwertung weit zurückfallen.
Sebastian Halpern und Edu Pulenta kamen in Marokko nicht so richtig in Schwung. Das lag auch am Reglement, das in diesem Jahr die Organisation der Startpositionen neu regelt. Ab der zweiten Etappe richtet sich die Startreihenfolge nicht ausschließlich nach dem Ergebnis des Vortages. Fahrer der Ultimate- und Stock-Kategorie, die innerhalb von 110 Prozent der schnellsten Gesamtzeit der vorherigen Etappe liegen, bilden den vorderen Startblock. Die übrigen Fahrer werden anschließend entsprechend ihrer FIA-Priorität, Kategorie und den erzielten Zeiten eingereiht. Damit haben die Crews aber auch ein Problem: Einmal weiter hinten gestartet, kommt man durch die langsameren anderen Fahrzeuge und die Überholmanöver nur schwierig in die 110 Prozent und muss sich dadurch immer wieder hinten einreihen.
Für das X-raid Team bleibt die Schlagzahl hoch: In zwei Wochen geht die Mannschaft aus Trebur bei der Baja Portalegre an den Start. Das Line-up wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Statements
Sven Quandt, X-raid Teamchef: „Ein guter Start mit guten Ergebnissen wurde nicht von einem guten Ende gekrönt. Der letzte Tag hat alles zunichte gemacht. Den siebten Gesamtrang vor Augen, hat der Fehlerteufel in den ersten Dünen des heutigen Tages zugeschlagen. Zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir noch nicht, was genau passiert ist, da sich die Fahrzeuge noch im Parc Fermé befinden. Wir können jedoch bereits sagen, dass es nicht die Antriebswelle ist, da sich diese in einem guten Zustand befindet.“
Sebastian Halpern (MINI JCW Rally 3.0i): „Wir sind froh, die Rallye du Maroc bestritten zu haben. Eine sehr, sehr harte Rallye, aber wir sind zufrieden mit dem Auto und bekommen ein immer besseres Gefühl dafür. Das Auto läuft wirklich sehr gut, wir sind sehr glücklich damit, mit der Geschwindigkeit und mit der Sicherheit, die es einem gibt. Wir hatten nur am dritten Tag ein Problem, als uns ein Wagenheber gebrochen ist. Etappe vier war für mich die beste, die mit dem meisten Spaß und dem besten Fluss. Wir sind jeden Tag von weiter hinten im Staub gestartet. Wir sind wirklich sehr unzufrieden mit dem System der FIA, alle Prioritätsfahrer nach vorne zu setzen – völlig unabhängig davon, wie man am Vortag abgeschnitten hat. So kommt man nie aus dem Staub heraus und wir sind jeden Tag hinter Position 40 gestartet. Ich bin froh, im Ziel zu sein und bei diesem Rennen viel gelernt zu haben. Danke an das gesamte X-raid-Team, an meinen Beifahrer Edu.“
Guillaume de Mévius (MINI JCW Rally 3.0i): „Insgesamt hatten wir ein gutes Rennen – mit einigen Höhen und Tiefen über die Tage hinweg. Wir haben bis zum Schluss um Platz sieben gekämpft, was eine starke Leistung zeigt. Die Streckenführung in diesem Jahr war großartig und bot selbst für erfahrene Piloten wie Mathieu neue Herausforderungen in Marokko. Es war eine anspruchsvolle, aber sehr gelungene Rallye. Leider konnten wir die heutige Schlussetappe nicht regulär beenden, mussten eine Strafe in Kauf nehmen und fielen dadurch im Gesamtergebnis zurück. Das Wichtigste ist jedoch, dass wir das Ziel erreicht und die Rallye erfolgreich beendet haben. Wir nehmen viele positive Erkenntnisse mit, wissen aber auch genau, an welchen Stellen wir uns noch verbessern können. Der Blick ist ab jetzt fest auf die Zukunft gerichtet.“
Gesamtwertung
1. S. Quintero / A. Short – Toyota – 16h 34m 05s
2. J. Ferreira / F. Palmeiro – Toyota – 16h 38m 28s
3. H. Lategan / B. Cummings – Toyota – 16h 38m 47s
4. N. Roma / A. Haro – Ford – 16h 41m 06s
5. M. Guthrie / K. Walch – Ford – 16h 42m 28s
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45. S. Halpern / E. Pulenta – MINI JCW Rally 3.0i – 22h 02m 47s
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60. G. de Mévius / M. Baumel – MINI JCW Rally 3.0i – 31h 27m 33s






