Italian Baja: Starke Performance bleibt unbelohnt

Italian Baja: Starke Performance bleibt unbelohnt

28.06.2026

  • Licht und Schatten für Paul Schmidt in Italien
  • Baud-Familie wird Elfter der Ultimate-Wertung

Bei der Italian Baja, der vierten Veranstaltung des FIA World Baja Cups, zeigten die X-raid Crews eine starke Performance, die leider nicht mit dem entsprechenden Ergebnis honoriert wurde. Bei extrem heißen Bedingungen kämpften Lionel und Lucie Baud im MINI JCW Rally 3.0d erneut um die Top-Positionen. Doch genau diese hohen Temperaturen sorgten für ein technisches Problem, dass die beiden ausbremste. Paul Schmidt und Jeannette Kvick zeigten bei ihrem Rallye-Debüt im X-raid Fenic großes Potenzial. Doch ein im Flussbett versteckter Stein verhinderte ein gutes Ergebnis.

Den Teilnehmern an der Italian Baja standen nur drei Wertungsprüfung zur Verfügung, um sich eine Top-Position zu sichern. Vater und Tochter Baud lagen nach der ersten Prüfung am Samstagvormittag auf einem aussichtsreichen achten Rang. Doch ein Problem mit der Elektronik beendete die Podiumsträume. Welches Potenzial in den beiden und im MINI JCW Rally 3.0d steckt, zeigten sie am Sonntagvormittag. Auf der letzten Wertungsprüfung holten sie den sensationellen zweiten Rang, der zusätzlich wichtige Punkte für die Meisterschaft bringt. Trotzdem musste sie sich mit Rang 33. der Gesamtwertung und Platz elf der Ultimate-Klasse zufrieden geben..

Richtiges Pech hatten Schmidt und Kvick im X-raid Fenic. Nach der ersten Wertungsprüfung lagen die beiden auf einem starken neunten Rang. Doch wenige Stunden später erwischten sie unglücklich einen, in einem Flussbett versteckten, Stein. Das zerstörte nicht nur den Reifen und die Felge, sondern beschädigte in der Folge auch weitere Teile am Fahrzeug. Die Beschädigungen waren so groß, dass Schmidt und Kvick vorzeitig aufgeben mussten.

In knapp vier Wochen reist X-raid zu nächsten Baja. Die Baja Aragon in Spanien ist Teil des FIA World und des FIA European Baja Cup. Das Line-Up gibt X-raid zeitnah bekannt.

Statements

Lionel Baud (MINI JCW Rally 3.0d): „Die Italian Baja war für uns – und für viele andere – ein sehr schwieriges Event. Zunächst hatten wir mit extrem hohen Temperaturen zu kämpfen. Heute hatten wir bis zu 42 Grad, was bedeutet, dass es im Auto selbst mit Klimaanlage noch deutlich heißer war. Wir mussten also zunächst einmal die Hitze bezwingen. Gestern konnten wir die erste Wertungsprüfung noch erfolgreich absolvieren. In der zweiten Etappe hatten wir dann jedoch ein Problem mit der Lichtmaschine. Der zweite Renntag verlief für uns deutlich besser. Wir konnten den zweiten Platz erreichen und sind sehr zufrieden. Das Auto lief hervorragend. Wir haben das Ziel erreicht und konnten wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft sammeln. Diese Weltmeisterschaft entwickelt sich zu einer Saison voller Überraschungen. Man sieht bei jedem Rennen Ausfälle und fast jedes Team hat mit Problemen zu kämpfen. Deshalb wird die Entscheidung wohl erst im November fallen.“

Paul Schmidt (X-raid Fenic): „Unsere erste Baja Italia mit X-Raid und dem Fenic ist leider vorzeitig zu Ende gegangen. Auf zweiten Prüfung Tages hat ein schleichender Reifenschaden, den ich im Flussbett nicht bemerkt hatte, dazu geführt, dass wir an einem Stein die Radaufhängung abgerissen haben. Bereits auf Stage 1 hatten wir mit einem defekten Scheibenwischer zu kämpfen und mussten mehrfach anhalten, um die Sicht freizuhalten. Trotz allem: Es war eine unglaublich lehrreiche Veranstaltung – die erste Baja für Jeannette und mich. Das Navigieren mit dem Roadbook ist eine ganz andere Welt als Pacenotes, an die wir beide gewöhnt sind. Kommunikation, Rhythmus und Timing im Auto müssen wir weiter einschleifen. Unsere Pace war stellenweise gut, aber wir müssen daran arbeiten, diese Konstanz über die gesamte Distanz zu halten und Fehler zu reduzieren. Genau auf diesen Punkten liegt unser Fokus in der Vorbereitung auf die Baja Aragón. Der Fenic hat sehr viel Spaß gemacht – wendig, direkt, und ist über die Wasserüberfahrten einfach hinweggeschwebt.“

Gesamtwertung

1. F. Barreto / P. Fiuza – Toyota – 5h 21m 39s
2. P. Spierings / M. Salomons – Taurus – 5h 24m 55s
3. B. Vanagas / A. Paliukenas – Toyota – 5h 25m 33s
4. S. Haran / M. Hales – Polaris – 5h 27m 06s
5. M. van den Brink / B. van Heun – Can-Am – 5h 29m 58s

33. L. Baud / L. Baud – MINI JCW Rally 3.0d – 8h 06m 21s

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